Jamaika wir kommen…

Heute stand Jamaika auf dem Programm. Die klassische Vorstellung: beschwingte Rasta-Männer und überall gute Laune. Bunte Farben, tolle Strände und „gute Laune“-Musik. Mal schauen, was uns heute erwartet.

Runter vom Schiff im kleinsten und schäbigsten Hafen, den wir bis jetzt gesehen haben. Aber ok, dafür viele Taxen. Es wird wie wild geworben und nach einer 1/2 Stunde Überlegen und Verhandeln hat sich eine Truppe um uns für einen Bus entschieden und los ging es zum Dunn’s Falls. Die Attraktion und ein Wahrzeichen von Jamaika, vielleicht auch nur vom Norden, das weiß ich nicht so genau. Die gute Laune und die „gute-Laune“-Musik suchen wir in unserem Bus vergeblich. Hier herrscht auf Grund einer Jamaikanerin unstrukturiertes Chaos mit schlechter Laune unklaren Befehlen. Der Lebensstil: „was kostet die Welt, chill and relax…“ ist nicht in einem Funken zu spüren. Wo sind wir nur gelandet? Nun fängt die Gute auch noch an, Geld zu kassieren, den Fahrer anzuschnauzen und uns zu drillen. Puh wie nervig, das an diesem Örtchen und im Urlaub. Wir bezahlen einfach mal nicht. Mal schauen was passiert. Üblich ist es am Ende der Tour zu bezahlen. Auf einmal möchte sie auch noch +20 US Dollar pro Person haben, angeblich für einen Eintritt. Ohne uns! An den Wasserfällen verlassen wir den Bus, drücken ihr den Taxipreis bis hierhin in die Hand und sagen, dass wir auf ihren Zeitplan und ihren Ton keine Lust haben. Sie lässt uns und auch zwei Andere einfach so gehen. Ein Wunder, dass hätte ich nicht gedacht. Wir haben es geschafft, wir sind wieder frei, müssen nicht in 2 Stunden fertig sein, Wasserschuhe kaufen und später in einen Beachclub mit Animationsprogram den Tag ausklingen lassen. Vor allem werden wir keine weiteren gedrillten Überraschungen erleben. Sie hatte ganz bestimmt nichts geraucht, sonst wäre sie entspannter gewesen. Ein tiefes Durchatmen und nun hieß es in die Schlange stellen, Tickets kaufen und ab in einen Wasserfall. Ja, das in ist richtig…. Mal schauen, was uns wartet.

Nachdem wir einige Stufen runter sind, steht rechts das Schild „Whirlpool“, bitte einsteigen. Los geht das Abenteuer. Sehr lustig. Stein für Stein und Schritt für Schritt klettern wir einen Wasserfall hoch. Gar nicht erst darüber nachdenken, was ein Abrutschen bedeuten könnte. Sonst bekommt man es mit der Angst zu tun. Oben angekommen – und es war wirklich ein Oben – hatte man körperlichen Einsatz hinter sich, war pitschnass und hat sich gefreut, heil angekommen zu sein. Das hatte schon was, einfach nur unkompliziert und erfrischend!

Die zweite Hälfte wollten wir an einem Strand verbringen. Leider sind in der Ecke von Jamaika keine so tollen Strände, aber mal schauen, was der Taxifahrer uns so bieten kann. Schnell haben wir einen gechillten Taxifahrer gefunden, der auch noch einen vernünftigen Preis haben wollte und los ging es. Wir fuhren zu einem kleinen Strand ca. 20 Minuten vom Hafen entfernt. Laut Taxifahrer einer der schönsten. Naja, ok, aber nichts Besonderes, aber um einmal schwimmen zu gehen und einen Cocktail zu trinken passte es. Zumindest war es eine entspannte Atmosphäre. Und hier war Jamaika angekommen. Noch nicht ganz hatten wir das Handtuch ausgebreitet, wurde auch schon was zum Rauchen angeboten.

Jamaika – keine Ahnung, ob dieses Land noch was anderes Schönes zu bieten hat. Wir waren etwas enttäuscht!

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